Wie wird der VR-Effekt erzeugt?

Der Abhang der Achterbahn kommt immer näher und ehe man sich versieht, fährt man schon mit voller Geschwindigkeit den Hang hinunter, da ist es dieses Kribbeln im Bauch. Aber Moment, wie kann das funktionieren, wenn man mit beiden Füßen auf den Boden steht und der Hintern im gemütlichen Sitzkissen versunken ist. Der einzige Unterschied dabei - die VR-Brille.

Um diesen Effekt besser zu verstehen, gehen wir einen Schritt zurück und betrachten unseren Sehsinn.


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VR-Brille im Einsatz mit Kindern - Photo by Julia M Cameron from Pexels



Im Zusammenhang mit Virtual Reality (kurz VR) ist das Sehen der wichtigste Sinn. Durch unsere Augen sind wir in der Lage räumlich zu sehen. Dies setzt sich aus der Position des einzelnen Auges zusammen, dadurch bekommt man unterschiedliche Blickwinkel auf Gegenstände geliefert. Dieses kann man ganz leicht selber testen, in dem man sich eins der beiden Augen abwechselnd zuhält. Das Bild ist nicht genau dasselbe, sondern springt ein wenig. Somit sieht man mit dem einen Auge mehr von der rechten und mit dem anderen mehr von der linken Seite eines Gegenstands. In unserem zentralen Nervensystem werden diese Bilder zu einem zusammengefügt und automatisch eine Differenz berechnet. All das basiert auf dem stereoskopischen Sehen. Man bekommt somit bei der Betrachtung von Objekten und Gegenständen eine echte, quantifizierbare Tiefenwahrnehmung und räumliche Wirkung des Außenraums. Diese Form des beidäugigen Sehens bildet die Grundlage für die Funktionsweise von Virtual Reality.

Wie wird der räumliche Eindruck in der VR-Brille erzeugt?

Innerhalb der Brille sind zwei Displays verbaut, welche das Bild erzeugen. Dabei ist das virtuelle Bild für jedes Auge anders ausgerichtet, wodurch die Bildperspektive verschoben wird. Die Augen nehmen die Bilder so wahr, als wären sie real und im Gehirn entsteht ein virtueller Raum. Im Grunde handelt es sich um eine optische Täuschung, welche dann als dreidimensionale Realität wahrgenommen wird


Bewegung ist wichtig

Doch erst durch die Bewegung wird das Ganze so richtig spannend. Durch Kopfbewegungen kann der Nutzer mit der virtuellen Realität interagieren. Dieser Prozess wird als Head Tracking bezeichnet. Die eingebauten Gyroskop-Sensoren ermöglichen eine automatische Anpassung des Bildes an die Blickrichtung. So wird der 360 Grad Eindruck erzeugt.
Die Interaktion mit der Umwelt ist besonders wichtig. Daher haben viele Hersteller zusätzliche Eingabegeräte oder Controller/Handschuhe zur VR-Brille im Angebot. Die zusätzlich integrierten Bewegungssensoren und Knöpfe, verstärken den virtuellen Effekt. Denn durch sie werden Greifen, Verschieben oder Antippen simuliert und der Nutzer kann direkt mit der virtuellen Welt agieren und die verschiedensten Dinge erleben.

 


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VR-Brille im Einsatz mit Controller - Photo by Ivan Samkov from Pexels


 
Virtual Reality im eLearning Sektor-Was VR als Lernmedium auszeichnet

Die Technologien der Zukunft eröffnen zahlreiche Türen, um Wissen auf eine ganz neue Weise zu vermitteln. Auch wir machen uns Immersive Learning zu nutzen und arbeiten damit in unserem hauseigenen Autorentool Eagle5. Mit Eagle5 lassen sich schnell und einfach Lerninhalte für Aus- und Weiterbildung realisieren. Das Besondere an VR-Brillen ist, dass sie den Lernenden an die verschiedensten Orte bringen kann oder er die Möglichkeit hat in die verschiedensten Situationen einzutauchen.

Beispielsweise wird der Lerner in unserem Autorentool Eagle5 in die Lage versetzt, einen Tisch nach den Regeln der Gastronomie zu decken. Dabei befindet er sich an einem komplett anderen Ort
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Der Lerner ist fast vollständig von der Außenwelt abgeschottet, sodass im besten Fall keine Ablenkung von außen stattfinden kann und derjenige sich ausschließlich mit den Lerninhalten auseinandersetzen kann.

Beim Lernen mit VR befinden wir uns im primären Erfahrungsfeld. Diese Erfahrungen werden von einer Person selbst erfahren. Gewöhnliche Kommunikationsmedien vermitteln jedoch nur Sekundärerfahrungen. Das bedeutet das sie nicht so gut an echte Erfahrungen herankommen. Virtual Reality schafft da Abhilfe, denn mit Virtual Reality kommen wir näher an die Primärerfahrungen, da die Inhalte der wahrgenommenen Realität so gut wie vollständig ausgefüllt werden.

„Tell me and I will forget, show me and I will remember, involve me and I will learn.” - Konfuzius. Durch das aktive Teilhaben bleiben die vermittelten Inhalte länger im Gedächtnis, sodass der Lerninhalt intensiver auf den Lerner einwirken kann.


Geschrieben von Lina-Maria Jerusel